Kölner Karneval
Kölle Alaaf! Wenn dieser Ausruf ertönt, dann ist es wieder soweit: Die “5. Jahreszeit” wird eingeläutet. Traditionell beginnt der Kölner Karneval am 11.11. um 11.11 Uhr und endet am Aschermittwoch. Höhepunkt in jedem Jahr ist der Rosenmontag.
Entstehung des Kölner Karnevals
Schon die Griechen feierten ihren Göttern zu Ehren ausgelassene Feste. Die Germanen feierten die Wintersonnenwende, zur Vertreibung der Dämonen und Geister. Im Laufe der Zeit übernahmen die Christen diesen heidnischen Brauch. Da vor Ostern traditionell gefastet wird, wurde die Fastenzeit nach dem Karneval (carne vale bedeutet übersetzt “Fleisch lebe wohl”) eingeläutet. Der Adel und die wohlhabenden Bürger im Mittelalter feierten extravagante Kostüm- und Maskenbälle. 1736 fand in Köln die erste sogenannte Redoute ( Bezeichnung für Ball- Festsaal) in einem Adelshaus am Neumarkt statt. Im Jahre 1823 wurde von den Kölner das “Festordnende Komitee” ins Leben gerufen, was zur Folge hatte, dass am 10. Februar des Jahres der erste Rosenmontagszug in Köln Einzug hielt. Die damaligen Umzüge konnte man aber bei weitem noch nicht mit den heutigen vergleichen. Zur der Zeit war die Teilnehmerzahl auf die “Roten Funken”, die Stadtsoldaten das “Geckenberndchen” von den “Hillige Knäächte un Mägde”, Jan von Werth und Kölner “Bauer und Jungfrau” beschränkt. Im Jahre 1906 kam erstmal die Prinzengarde hinzu und nach und etablierten sich immer mehr Gesellschaften wie das “Kölner Dreigestirn”. Inzwischen gibt es 160 Karnevalsgesellschaften, Viertelgemeinschaften und Heimatvereine. Mit rund 500 Sitzungen und Bällen vertreiben sich die “Narren” und “Jecken” die Karnevalszeit.
Sitzungen, Musikgruppen und herzhaftes Essen
In ihren traditionellen Sitzungen mit Büttenrednern und Liedersängern nehmen die Kölner kein Blatt vor den Mund. Bei ihren mitunter satirischen Einlagen bleibt kein Auge trocken. Musikgruppen wie die “Höhner“, “Bläck Fööss” oder “das Rumpelstilzchen” prägen den Kölner Karneval. Traditionell werden zur Karnevalszeit viele Backwaren wie der beliebte “Berliner” verkauft.